LIEBE & HASS

Mongolei, das Land der Gegensätze!

 

Der Grenzübertritt geht problemlos auch wenn wir nicht immer so genau wissen, as wir ausfüllen und warum wir anstehen. Kaum eingereist werden wir zum Versicherungsbüro gebeten. Der sitzen drei Leute die, jeder von einer anderen Versicherungsgesellschaft, die KFZ-Versicherungen abschließen. Noch während wir dort warten, erscheint eine hohe Offizieren der Grenzstation und bietet uns Geldwechseln an. Sie verschwindet mit mir in einer der ärmlichen Behausungen, platzt mit mir mitten in das Mittagessen einer Familie, die dies einfach mit sich geschehen last. Im Schlafzimmer (8 Betten) bekomme ich dann unser Geld gewechselt (zu einem extreme schlechten Kurs, wie wir aber erst Tage später feststellen – obwohl wir uns über den hohen Spritpreis schon gewundert hatten…).

 

Und dann sind wir drin und auf einer genialen Piste, begleitet von hohen, schneebedeckten Bergen geht es hinein in die Mongolei. Die Augen können sich zu Beginn nicht satt sehen an den vielen neuen Bildern. Grandiose Landschaften, große Tierherden, Jurten mit rauchenden Schornsteinen und Solarzellen vor der Türe.

 

Doch die Begeisterung weicht bald einer gewissen Anstrengung. Die Pisten werden immer schlechter und immer verzweigter. Die Streckenwahl ist schwierig und wie im Supermarkt, die gewählte Schlange ist auch immer die falsche… 100te von Kilometern quälen wir uns und die Motorräder über übelste Wellblechpisten vor denen es kein Entrinnen gibt. Die Landschaft wird karg, langweilig, ausdruckslos. Wir leiden still und kämpfen uns weiter.

 

Die Umfahrung einer zu tiefen Wasserdurchfahrt kostet zwei Stunden und viel Schweiß, einmal müssen wir in einer abenteuerlichen Aktion die Motorräder auf den Anhänger eines Treckers verladen, auf dem wir dann durch den Fluß gezogen werden.

 

Endlose Kilometer immer mal wieder durch ein landschaftliches Highlight, eine freundlich lächelnde Bedienung an einer Tankstelle oder durch einen Frisch geschotterten oder gar geteerten Streckenabschnitt “belohnt”.

 

Erschöpft und glücklich erreichen wir am 20 Tag unserer Reise nach 9.300km das Etappenziel Ulan Bator und gönnen uns im Oasis erstmal ein echtes Wiener Schnitzel und eine sehr ausgiebige Dusche.

 

Die Mongolei, das Land bei dem atemberaubende Schönheit und genau das Gegenteil sehr nah beieinander liegen...