GEPÄCKLÖSUNGEN

Für die KTM

Die leichte, handliche 690er mit einem Trägersystem und sperrigen, untauglichen Alukoffern zu einem Wohnmobil zu machen, kommt natürlich nicht in Frage. Also sind Softbags angesagt. DAs war viele Jahre lang verpöhnt, weil "es ja nichts bessers als die Alukoffer gibt", inzwischen sind aber doch recht viele Ideen und Lösungen auf dem Markt, manche so gut, dass sie von namhaften Herstellern kopiert werden und selbst BMW hat inzwischen ein eigenes System im Program. Ich hab sie gefühlt fast alle ausprobiert. Schön früh hatte ich die Satteltaschen von Ortlieb auf der G650 dabei, die Giantloops in verschiedenen Größen, dann die Magadan Taschen von Walter Coldbatch (via Adventure-Spec) - Problem war/ist hier, dass die Systeme zumeist einen Kofferträger als Basis benötigen.

 

Mein erster Versuch auf der KTM waren die Satteltaschen Blizzard von Enduristan in der Größe L (24 Liter). Die gehen ohne Träger, bieten genug Platz (verschiedene Größen), es können noch optionale Flaschenhalter etc. außen befestigt werden und sind super robust. Leider ist die Befestigung ohne Träger auch das Problem. Im schnellen Pistenbetrieb schwingen die Taschen wie Flügel auf und ab, dadurch lösen sich die Gurte die über die Sitzbank laufen und die Taschen werden locker... Wer es also manchmal etwas flotter mag (offroad) wird meiner Meinung nach mit den Taschen nicht glücklich - Leider, denn sie sind ansonsten ein sehr cooles System.

 

Jetzt sind die Taschen aus Polen dran. Die Jungs von XCountry in Polen sind alte Endurofahrer (der Chef ist der Linesman vom TET in Polen) und haben in Zusammenarbeit mit einer der "Reisen light Gurus"  ein schönes System gebaut. Preislich attraktiv und von vielen "wilden Jungs" getestet. Mit 2x20l groß genug auch für das größere Gepäck, auf Wunsch wird das System auch größer oder kleiner produziert. Ich bin gespannt...

 

Als Tankrucksack verwende ich den Sandstorm 4X von Enduristan. Klein genug um beim Endurfahren nicht zu stören und große genug die wichtigsten Dinge aufzunehmen. Sehr genial und wasserdicht.

 

Auf die Gepäckbrücke hinten kommt ein RackPack von Ortlieb, das ist einfach das Original und immer noch der Beste.  Je nach Bedarf in verschiedenen Größen - falls er überhaupt benötigt wird. Nach einer kleinen Hecktasche die das Erste Hilfe Set & die Drohne aufnimmt, suche ich derzeit noch. Wasserdicht und schnell zu öffnen wäre da hilfreich...


Für die BMW

Ok, auch ich hatte die Phase "Alukoffer sind das einzig Wahre" - lag vielleicht auch an meinem damaligen Arbeitgeber. Nach ausgiebigen Tests im Rahmen von Hard way east war das Thema dann endgültig für mich erledigt. Alu ist einfach nicht der richtige Werkstoff für ein Motorradgepäcksystem. Viel zu leicht verformbar.

 

Als ich 2003 nach Wladiwostok bin, hatten wir den Prototypen des GOBI Koffersystems von Hepco & Becker dabei. Doppelwandige Kunststoffkoffer. Ja, sie tragen etwas auf, dafür sind sie unkaputtbar. Ich habs versucht, wirklich. Die Koffer waren immer wasserdicht und ließen sich irgendwie am Träger befestigen. Das ist der große Vorteil zum Alukoffer - den kann man zwar notdürftig unterwegs reparieren, dann GOBI muss man aber unterwegs nicht reparieren können - der geht nämlich nicht kaputt und bleibt wasserdicht - egal was man mit ihm anstellt. Und genau darum haben wir den GOBI an der BMW verbaut. In schickem Schwarz inkl. Topcase - schließlich bin ich mit Frau unterwegs ;-)

 

Den Tankrucksack von Touratech habe ich "geerbt" d.h. er war beim Motorrad dabei. Da wir zu zweit eh nicht wirklich Offroad unterwegs sind, stört mich das globige Dinge auch nicht wirklich. Praktisch für Dinge wie Sonnenbrillen, Foto, Sonnencreme etc. und vor allem das große Kartenfach ist wirklich hilfreich. Leider ist das Ding nicht wasserdicht, d.h. ich habe eine extra Regenhülle dabei, aber so richtig funktioniert das eben auch nicht. Wenn ich über etwas praktischeres stolpern sollte, wird es hier zu finden sein.