Normandie / Bretagne / Tal der Loire



Mal wieder Frankreich! Ende April ging es in Flotten 1,5 Tagen über die Autobahn in die Normandie. War uns auf der Anreise das Wetter noch recht hold, wurde es im Westen Frankreichs dann schnell dunkel und feucht - und auch nicht so wirklich Warm. Wie immer suchen wir uns unsere Unterkünfte im Laufe des Tages via booking.com, schnell wechseln wir aber dann zur App der Logis Hotels. Das sind zumeist kleine private Hotels mit feinem Restaurant. Sehr zu empfehlen!

 

Die erste Nacht verbringen wir in einem kleinen, frisch renovierten Hotel direkt hinter der Autobahn. Super freundlicher Empfang, Zimmer wurde uns vom Chef gezeigt. Schön ruhig, Parkplatz vor der Türe und ein super feines Menü im Restaurant abends. Genau so hatten wir uns das vorgestellt, darum fahren wir so gerne nach Frankreich. Achtung das letzte Teilstück der Autobahn mussten wir online bezahlen - unbedingt auf die Schilder achten, das wird teuer, wenn man sich da nicht innerhalb von 3 Tagen drum kümmert. Geht aber online ganz einfach. Wenn man das Kennzeichen eingibt wissen die schon, wo man unterwegs war.

 

Die Normandie ist einfach schön. Lauter verwunsche Häuser, immer wieder blitzt das Meer durch. Schön zu fahren und immer was zum schauen. Natürlich ist hier unsere Vergangenheit sehr präsent. Immer wieder stehen Panzer (alte) herum, überall Gedenksteine. Der Boden hier ist mit Blut getränkt. An den Stränden Gedenksteine, Infotafeln, Museen, Bunker, alte Waffen. Schwer erträglich was hier passiert ist und eine deutliche Warnung für alle Generationen, die keinen Krieg erlebt haben: Nie wieder! Wir schwenken irgendwann ins Landesinnere. Es geht auf kleinen Straßen durch grüne Wälder und vorbei an saftigen Feldern und Wiesen. Wir besichtigen alte Kirchen und Abteien, Orte die Geschichte ausstrahlen und Ruhe. Bei einer eindrucksvollen Abtei mitten im Wald finden wir ein passendes Hotel. Wieder ein freundlicher Empfang, ein Parkplatz vor der Türe und ein sehr feines Menü im Restaurant. Und weiter geht es zu einem der Highlights: Dem Mont Saint Michel, dem eindrucksvollen Felsen mit Kirche und kleinem Dorf, der absolute Fotospot der Normandie. Wir haben es nicht so weit und genißene die Fahrt durchs grüne Land. Schnell wird die feuchte Regenluft wieder salziger und schon bald taucht die eindrucksvolle Silhuette im Nebel auf. Nach einem Abstecher zu einem Deutschen Soldatenfriedhof fahren wir zu unserer Unterkunft. Etwas ausserhalb der kleinen Ortschaft gelegen mit direktem Blick auf den Mont. Zu Fuß bis zum Shuttlebus sind es keine 8 Minuten. Wieder werden wir freundlich empfangen und bis das Zimmer fertig ist (wir sind schon kurz vor Mittag angekommen) werden wir mit allen Informationen zum Mont Saint Michel gefüttert, die wichtig sind. So vorbereitet macehn wir uns auch gleich auf den Weg und fahren mit dem kostenlosen Shuttlebus hinaus aufs Meer. Leider ist Ebbe, der Felsen sitzt also auf einer großen Sandfläche und ragt nicht aus dem Meer empor. Egal, trotzdem eine monumentale Erscheinung. Der Tipp unserer Gastgenberin, bei der Gendarmerie vorbei die Rampe den Berg hinauf zu gehen, was Gold wert. Auf der Strecke ist nichts los, während sich die Touris über die Treppen in den engen Gassen des Dörfchens nur so nach oben schieben und drängen. Wir haben unsere Ruhe und können uns dem massiven Gemäuer gemächlich nähern. Das war der zweite Tip: Langsam gehen, es geht steil Bergauf - immer! Wir nehmen uns einen Audioguide mit Tablet, das ist cool, so kann man die Gemäuer selbst erkunden und immer wieder hat man auf dem Tablett einen Bildvergleich, wie es dort früher ausgesehen hat. Wir haben im Vorfeld auf Arte eine lange Doku über den Mont Saint Michel und seine Geschichte gesehen, das hat uns sehr geholfen und für viel Hintergrundwissen gesorgt. Alternativ gibt es auch Führunge - da kommt man dann auch in Ecken, die man so nicht besuchen darf. Auf dem Weg nach unten schnappen wir uns noch ein Eis und fahren dann mit dem Bus zurück. In der Ortschaft suchen wir uns dann noch für Abends ein Restaurant: La Ferme Saint Michel. Unser einziger Fehlgriff auf der ganzen Tour. Absoluter Touristenladen. Nicht zu empfehlen! Es regnet in Strömen, als wir uns abends zum Restaurant aufmachen (zum Glück haben wir immer einen kleinen Reiseregenschirm dabei). Nach dem Essen reisst es auf und wir fahren nochmal mit dem Bus raus zum Berg - der, dank Flu, jetzt auch im Wasser steht.

 

 

 

DISCLAIMER: Der Bericht stellt unsere Reise, unsere Erlebnisse und unsere Entscheidungen dar. Jeder ist für sich und seine Entscheidungen selbst verantwortlich. Was für uns passt und ok ist - muss nicht für jeden passen. Trefft eure eigenen Entscheidungen, lasst euch zu nichts überreden was sich für euch nicht richtig anfühlt - eure Verantwortung was ihr tut oder nicht tut!